Sonntag, 1. November 2009

Samuel Inkoom


Über die Klubleitung des FC Basel eingefädelt hatte ich am Freitag, 30. Oktober, die Gelegenheit, mich nach dem FCB-Training während rund 20 Minuten mit Samuel Inkoom, Ghana'ischer A-Nationalspieler & U20-Weltmeister, zu unterhalten.

Während die übrigen Spieler mit ihren Bikes vom Trainingsgelände in Richtung der Kabinen düsten, schlenderten Sammy und ich, teils von verdutzten Passanten flankiert, gemütlich dahin. Sammy, dem seitens FCB mitgeteilt wurde, dass ihn nach dem Training jemand abfangen würde, zeigte sich an meinem Ghana-Vorhaben äusserst interessiert. Obwohl sein Terminplan für das Jahr 2010 bereits äusserst voll ist (u.A. Afrika Cup in Angola sowie WM in Südafrika), verprach er mir, sein Bestes zu tun, um die Cantonments Youth Academy im Frühjahr 2010 besuchen zu können.

Desweiteren zeigte sich Sammy sehr beeidruckt darüber, dass sich ein Schweizer für seine grossteils in Armut lebenden Landsleute einsetzt. Und ohne das ich ihn darauf angesprochen hätte, meinte er, dass er auch gerne Fussballschuhe, Shirts etc. spenden, sowie auch finanziell gerne einen Beitrag leisten würde.

Danach unterhielten wir uns wie alte Bekannte; Sammy erzählte, wie er die Missstände und Chancen in seiner Heimat sieht, wie er mit dem Druck, der auf ihm lastet umgeht, wie ihn sein Weg von Winneba (an Ghana's Westküste gelegen) nach Basel führte, und vieles mehr. Auch dies war äusserst spannend, und schon bald vergass ich, dass ich da eigentlich einen Weltmeister vor mir hatte; Starallüren scheint Sammy, zumindest bisher, keine zu kennen.

Am Meisten beeindruckte mich folgende Aussage: "Sometimes when I am travelling through Ghana and see my people suffering, I cry. So if someone like you is helping my country, I really have to support him".

Abschliessend lässt sich zweifelsohne festhalten, dass dies ein für mich erfolgreiches und gleichzeitig auch sehr spannedes erstes Treffen mit Samuel Inkoom war, welches hoffentlich seine baldige Fortsetzung finden wird.

Und an dieser Stelle möchte ich mich auch noch herzlich bei den für das Treffen verantwortlichen FCB-Führungspersonen, Hr. Bernhard Heusler, Vizepräsident, sowie Hr. Georg Heitz, Sportkoordinator, bedanken.


Samstag, 3. Oktober 2009

It's time to change the language - at least for a while...

...man ist ja schliesslich immernoch (auch) Schweizer, und auch wenn Ghana mein Herz im Sturm erobert hat, würde ich an der WM 2010 bei einem Aufeinandertreffen der Schweiz mit Ghana der Schweiz die Daumen halten... Ja, die Heimat hab ich halt auch irgendwie lieb.

Nun, in den letzten Monaten ist einiges passiert, darum erzähl ich euch das ganze einfach mal mehr oder weniger chronologisch, was einige Zeilen in Apsruch nehmen wird. Ich glaube aber es lohnt sich, weiter zu lesen, und apelliere darum an euren Durchaltewillen ;-).

Mitte Juli machte ich mich mit 6 mit Fussballutensilien vollgestopften Taschen auf den Weg nach Ghana. Ziel dieser Aktion war lediglich, das ganze gesammelte Material an seinen Bestimmungsort zu bringen und Fotos für die grosszügigen Sponsoren zu schiessen.

Nun, mir war schon vor meiner Abreise klar, dass das Aufkreuzen mit 6 Taschen am Ghana'ischen Zoll mich unter Umständen in eine äusserst prekäre Situation hinein manövrieren könnte, denn ich wusste, dass da Willkür & Korruption regieren... Gut möglich also, dass von mir 1'000 Dollar Zoll verlangt werden - ohne jegliche Rechtsgrundlage versteht sich.

Am Flughafen-Gate in Kloten sprach ich dann irgendeine schwarze Lady an: "Accra"? Als dies mit einem Nicken erwidert wurde, erzählte ich ihr von meinem Problem und fragte, ob meine Bedenken berechtigt seien. Sie bejahte, stellte sich als Leiterin mehrerer Schulen in und um Accra vor und und schlug vor, dass sie mein Gepäck als Spende für ihre Schulen deklarieren würde - ich solle einfach daneben stehen und ja meine Klappe halten. Gesagt - getan; ich konnte alles ohne einen roten Rappen zu zu bezahlen durch den Zoll schleusen.

Am Flughafen Amsterdam kam man dann aufgrund einer längeren Wartezeit ins Gespräch. Ms. Bannerman (die Schulleiterin, heute nenn ich sie wahlweise Auntie Kate oder ganz einfach Mummy) hat entfernte Verwandte in der Schweiz und war auf der Beerdigung ihres Grossonkels. Zudem kehrte ihre Tochter 2 Tage später von einem Austauschjahr in der Schweiz nach Ghana zurück - gewohnt hat sie während einem Jahr in Eglisau (!!!). Auch ich wohne in Eglisau. Somit war das Eis endgültig gebrochen, und auch ich erzählte vom Zweck meines erneuten Ghana-Aufenthaltes und meinen Projekten.

Später wurde ich gefragt, ob ich denn schon Unterkunft hätte in Ghana. Da dem nicht so war (ja, so bin ich nunmal), bot sie mir an, mit ihrem Bruder, ihrem Neffen sowie ihrer Tochter in Nungua, etwas aussehalb von Accra, zu wohnen - kostenlos natürlich. Nach kurzem Zögern nahm ich mit dem Bewusstsein eines gewissen Risikos an - ich konnte ja auch entführt, gesteinigt und gefressen werden, wobei Letzteres aufgrund eines offentsichtlichen Mangels an Körpermasse ein nicht allzu grosser Genuss sein dürfte.

Am Ghana-Flughafen wurden wir dann von Auntie Kate's Bruder abgeholt und dann gings ab nach Nunga, einem Vorort von Accra wenn man so will. Mein neues zu Hause war ein für Ghana'ische Verhältnisse luxuriös eingerichtetes Häusschen (in der Schweiz würde man die Einrichtung mit viel Wohlwollen als "eher spartanisch" bezeichnen) - ist aber klar, wenn die Familie sich für Ihre Tochter ein Austauschjahr in der Schweiz leisten kann, müssen schon gewisse finanzielle Mittel vorhanden sein.

Die ganzen Fussballutensilien wurden dann zur Cantonments Youth Academy transportiert und nach Besprechung mit den einheimischen Coaches sowie dem Academy-Leiter so gerecht wie möglich verteilt respektive in Training (Bälle) und Spielbetrieb (Tenues) integriert. Und mir wurde bewusst: "Yes, ein fetter Smile meiner Kidies in Ghana bedeutet mir mehr als irgendein hochbezahlter Managerposten.

Als ich während meines Aufenthalts an der Academy einige meiner Jungs, welche sich die Senior Secondary School nicht leisten können ( Schule ist in Ghana nicht vollumfänglich staatlich finanziert) immer wieder beim täglichen herumhängen sah, viel es mir wie Schuppen von den Augen: "Es muss doch möglich sein, diejenigen der Jungs, welche aus finanziellen Gründen keine Schule mehr besuchen können, in eine von Kate's Schulen stecken zu können".

Und so sprach ich diese Thematik bei einem meiner allabendlichen Besuche in der Nungua Secondary School (Hautpschule von Kate, sie wohnt direkt im Schulkomplex) an. Sie meinte, dass dies eigentlich nicht möglich sei, da ihre Schulen Privatschulen seien und nur Schüler mit guten bis sehr guten Leistungen aufnehmen könnten. Da ich aber ein Mitglied der Familie sei und sie mein Einsatz für benachteilgte Landsleute extrem beeidrucke... sei sie gerne dazu bereit, meine Jungs aufzunehmen! Nach einer meines Erachtens genialen Rede vor den Academy-Jungs versuchten wir herauszufinden, wer denn effektiv finanzielle Unterstützung nötig hat - eine äusserst delikate Aufgabe.

Mitte Oktober dieses Jahres beginnen nun vorab 10 Jungs mit der Senior Seocondary School in der 20 Gehminuten von der Academy entfernten St. Pauls Schule. Die Kosten belaufen sich dabei auf 100 Franken pro Trimester + einmalige Startgebühr von nochmals 100 Franken. Sprich, auf die 3-jährige Dauer ausgerichtet, macht dies pro Schüler CHF 1'000 (3 x 300 + 100).
Dies ist, verglichen mit Ghana's staatlichen Schulen teuer, ich unterlass es jetzt aber mal, die Zusätnde dieser Schulen zu beschreiben...
Wie die Schulgelder beschafft werden sollen, lest ihr etwas weiter unten.

Nebst dem Schulprojket führte ich auch einige Gespräche mit dem von der britischen NGO Projects Abroad angestellten Academy-Leiter. Dieser erklärte mir ein Konzept, welches er neu für die Academy ausgearbeitet hat, um diese kurz- bis mittelfristig betreffend Organisaton auf Vordermann zu bringen, und langfristig eine Vorzeige-Academy aufzubauen. Dieses Konzept sieht unter Anderem vor, dass die Cantonments Youth Academy ab 2010 neu von 2 von Projects Abroad angestellten, einem so genannten "Technical Director" sowie einem "General Manager" gemeinsam geleitet wird. Der Techical Director ist für den Fussballbetrieb zuständig, der General Manager für alles Andere, sprich die neu mögliche Zusammenarbeit mit de Nungua Secondary School, das ganze organisatorische Drumherum etc. Das neu definierte Motto des ganzen Unterfangens lautet wie folgt: Durch die Kombination von Bildung und Fussball soll möglichst vielen benachteiligten Ghana'ischen Kindern und Jugendlichen die Chance zur Verwirklichung ihrer Träume "geschenkt" werden.

Als ich mir dieses Konezpt durch den Kopf gehen liess, liess ich mein bisheriges Ghana-Engagement Revue passieren. Ich war ein knappes halbes Jahr lang als Volunteer mit Projects Abroad in Ghana und arbeitete als Coach an der zu 70% P.A. gehörenden Cantonments Youth Academy. Anschliessed stieg ich bei der neu gegründeten Organistation "Goals 4 Ghana" ein und kehrte quasi als Repräsentant von Goals 4 Ghana nach Ghana zurück, um gesammelte Fussball-Utensilien zu verteilen. Und mir wurde bewusst, dass der Weg anstatt "Projects Abraod gegen Goals 4 Ghana" "Projects abroad UND Goals 4 Ghana" heissen muss. Gemeisam ist man bekanntlich stärker! Und auch wenn teilweise unterschiedliche Vorstellungen und Ideen da sind, sollte es irgendwie möglich sein, Kompromislösungen zu finden.

So nahm ich schliesslich Kontakt mit der Projects Abroad Führung auf, und Ende September waren wir uns über alle Punkte einig - ich übernehme ab Februar 2010 das Amt des General Managers, werde von Projects Abroad mit einem den Ghana'ischen Lebenskosten enstprechenden Salär entlöhnt, zudem werden mir die Flüge bezahlt.

Bis Ende Jahr geht es nun primär darum, die Finanzierung der Schulgebühren einerseits vorerst, andererseits auch möglichst nachhaltig sicher zu stellen. Konkret bedeutet dies, das bis Ende Jahr mindestens 5'000 Franken zusammengekratzt werden müssen - je mehr desto besser versteht sich.

Dies soll einerseits über einmalige Spenden sowie Patenschaften funktionieren, andererseit über Benefiz-Events wie das am 20. Novmber stattfindende Konzert "Simon DL & Friends for Ghana". Detailiertere Infos dazu gibt es demnächst auf www.ghanaconcert.info

So, nun seid ihr endlich wieder mehr oder weniger up to date.

Big up & danke an Alle, die sich bis hierher durchgekämpft haben
Dominic

Samstag, 30. Mai 2009

Thank you!

This post is mainly meant to express my thankfullness to some amazing guys who are supporting me.

- Peter: The junior-kits you've donated are amazing! Especially, because they are small-size, so we can use them for the really young ones. Thank you so much for your generosity!

- Schorschinho: On one hand, you've connected me wit BPA, on the other hand, you gave away some of your childhood-memories to put a smile on some faces - Thank you!

- Viviana & brother: You've organised so many couples of boots... terrific!
Un grand merci pour vous deux! Vous allez recevoir beaucoup des photos! :)

- Flavio: We got in touch through an online football community. Although We never met so far, you are supporting me incredibly much. You've sorted things out concerning transport, you were arranging different useful links... Just great!

- Swiss Life sport section: Thank you for all your appreciated effort. You're helping me out in such an altruistic way - marvelous!

- Horst: The footballs you've organised are excellent to allow our kids to play with accurate balls in their freetime!

And finally, thanks to everyone who is somehow involved into the project. Your support, and all the encouraging words are absolutely appreciated.

Sonntag, 12. April 2009

Challenges to come...

First of all, I want to thank all of you guys for supporting Goals 4 Ghana.
it's just amazing how much trust you are putting in us, especially because we are actually 3 greenhorns (especially me) just trying to do our best to make life
of less privileged kids than we were (or in my case still are) a tiny little bit better.


Trying to support Ghana'ian people is not an easy thing.
An example: One of my closests Ghana'ian friends, the actual keeper of the under 17 team, had to stop school last year, because he couldn't afford it anymore. Through my Ghana'ian host-mother, i got the chance to get this boy back into school, as I was (and I still am) willing to pay for his school-fees. The only requirement is, he has to bring certain documents, including his final-exam-marks, to my former host-mother, because she would be up to deal with a school-director. The thing is now, these documents are currently with one of the coaches of Cantonments Youth Academy. And it seems that this guy is not willing to fork out these documents!! Here, you see a common peculiarity of Ghana'ian mentanlity: Noone grants something to others. This coach probably hadn't the opportunity going to Senir Seondary School, so in his eyes, it is unfair if others get this opportunity. Sad but true.

An other thing is corruption. It needs so many clarifications until I would be ready to ship things into Ghana. Without really good links, custom dutys could possibly kill me financially. Through an amazing swiss guy who is currently living in the US, I got in touch with a Ghana'ian guy who also lives and works in the US and might be helpful in finding a so called claring agent, who seems to be essential to get certain exceptions...

But hey, there are also positiv things to tell. For example, my employer, a big swiss insurance company, is really enthusiastic about the project and willing to pay at least for a part of upcoming transportation costs, which is awesome. Furthermore, there are many people I don't really know donating something. Even if it's "only" one pair of boots; it will make one kid smiling, and if I get one pair from 1000 different persons....

Well, I still didn't plan my trip back to Ghana, the only thing I know is it will be in the begin of July. Like this, I am able to meet Mark, who is still keeping up his fantastic work in Ghana, to discuss certain things with him on-site.

Dienstag, 31. März 2009

To start with...

After being incredibly lazy concerning bloging during 5 months in Ghana, somehow I've found a tiny little bit of energy and motivation to keep those who are intersted in what I do up to date.

To give you guys a short summary, I've been to Ghana from 1 October 2008 until 2 March 2009, working as a volunteer for Cantonments Youth Academy in Accra. Inapprehensible poor living conditions were touching my heart from the very first moment. Knowing that kids I am working with don't have a place to sleep, or haven't eaten anything the whole day, and also seing their football-equipment in such bad conditions made me thinking like: "Damn, I don't kow how, but I'm gonna change that!"

After my travels in January, I met Mark, an American guy, who just started running the academy. He was telling me that he struggles as well with what he experiences, and after a while, he told me about Goals 4 Ghana, a non-profit-organisation which tries to enrich life of Ghana'ian kids through football he wants to set up with his friend Matt. I was immediately enthusiastic about this idea, and I asked Mark about participating. Though the whole foundation-procedure is/was complicated as hell, we all have huge plans,a strong will and desire to do whatever we can to make as many kids smiling as we can.

To start with, we are focusing on one hand on getting as much used and not-used football equipment as possible, on the other hand, on raising money and getting inital donations.

Why football?
Firstly, our passion is football, secondly, it is passion of 99,7% of Ghana'ian kids as well. Of course football can't solve all the Ghana'ian issues, but as I experienced during 5 month, it is an excellent thing to start with, as it is teaching them much more than just football-specific things.
But of course, at some point, we would like to supply more than "just" balls and cleats.

Exact goals are not defined yet, as it all mainly depends on the amount of money we will be able to raise. From my part, the only fix thing is that I will be going to Ghana in July to clarify things with locals, and possibly get links in shipping and customs.